Kunde im Scheinwerferlicht
Rollz: Innovation schützen, um in Bewegung zu bleiben
Das niederländische Unternehmen Rollz International entwickelt Rollatoren und Rollstühle, die nicht nur funktional, sondern auch schön gestaltet, intelligent und zukunftsorientiert sind. Die Produkte basieren auf der Idee, dass ein Mobilitätshilfsmittel Menschen aktivieren, stimulieren und motivieren soll, im Alltag mobil und selbstständig zu bleiben. Diese Vision erfordert nicht nur technische Innovation, sondern auch einen durchdachten Schutz des geistigen Eigentums. Dabei arbeiten Rollz und V.O. seit vielen Jahren eng zusammen.
Rollz entstand aus einer konkreten Beobachtung heraus. CEO und Gründer Martijn Schaaper, Bewegungswissenschaftler, arbeitete Anfang der 2000er-Jahre intensiv in Pflegeeinrichtungen. „Ich sah einen Rollator neben einem Rollstuhl stehen“, erzählt er. „Da dachte ich: Warum sind das zwei getrennte Produkte? Warum kann ein Hilfsmittel nicht mit der Mobilität eines Menschen mitwachsen?“ Diese Idee bildete die Grundlage für den Rollz Motion: einen Rollator, der sich in einen Rollstuhl umwandeln lässt. Diese Innovation wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem Red Dot Design Award – einer internationalen Anerkennung für Produktdesign und Produktqualität.
Innovation als Weiterentwicklung
Bei Rollz ist Innovation kein einzelner Moment, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Das Unternehmen arbeitet mit einem festen, gut eingespielten Team. Schaaper erklärt: „Innovation ist keine geniale Eingebung, sondern eine Ansammlung von Technologien. Man baut immer weiter auf dem auf, was man zuvor entwickelt hat – und genau deshalb muss man diese Schichten auch gut schützen.“
Diese Arbeitsweise hat zu einem breiten Produktportfolio geführt: vom Rollator-Rollstuhl-Kombinationsmodell und einem „Undercover“-Rollator in Form eines Einkaufswagens bis hin zu spezialisierten Lösungen. Die neuesten Entwicklungen konzentrieren sich auf intelligente und elektrische Anwendungen. „Wir arbeiten derzeit an einem smarten Rollator, der Bewegungen erkennt und Menschen mit Parkinson durch ein Signal oder eine Vibration unterstützt, wenn sie Gefahr laufen, in eine Bewegungsblockade (‘Freeze’) zu geraten.“
“Innovation ist eine Ansammlung von Technologien.
Wenn man sie nicht schützt, verliert man seinen Vorsprung.”
Martijn Schaaper, CEO Rollz International
Schutz als Grundlage für weitere Innovationen
Mit jeder neuen Innovation wächst die Bedeutung des Schutzes geistigen Eigentums (IP). Für Schaaper ist Schutz jedoch kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um weiter innovieren zu können. „Unsere Patente sowie der Schutz von Designs und Marken müssen sich gegenseitig verstärken. Mit einem starken Patent verschafft man sich einen zeitlichen Vorsprung. Zeit, um das Produkt auf den Markt zu bringen, eine Marke und eine Marktposition aufzubauen – und gleichzeitig bereits am nächsten Schritt zu arbeiten. Man weiß, dass es immer Nachahmer geben wird. Durch ein Patent müssen sie um uns herum arbeiten. Dadurch müssen sie bei der Funktionalität Abstriche machen.“
Dieser Schutz ist nicht nur gegenüber Wettbewerbern wichtig, sondern spielt auch für das weitere Wachstum des Unternehmens eine entscheidende Rolle. Starke Patente und eine klare IP-Position sind ausschlaggebend für das Vertrauen der Investoren. Schaaper sagt dazu: „Es zeigt, dass wir ernsthaft über unsere Technologie, unsere Zukunft und damit über den Wert unseres Unternehmens nachgedacht haben.“

Eine Partnerschaft, die mitwächst
Rollz arbeitet seit mehr als zehn Jahren mit V.O. zusammen. Die Zusammenarbeit beginnt häufig bereits in einer frühen Phase der Produktentwicklung. „Ich bin ein ‚Produktmensch‘. Ich denke in Funktionen und Lösungen. V.O. hilft mir dabei, das technisch zu analysieren und strategisch zu schützen. Sie denken voraus und entlasten uns. Das schafft Vertrauen“, so Schaaper.
Mittlerweile verwaltet V.O. für das Unternehmen ein Portfolio mit Dutzenden erteilten Patenten. Annemie Jaeken, Patentanwältin bei V.O., erklärt: „Wenn Ideen konkreter werden, legen wir die Strategie für die Patentanmeldung fest.“
Dabei geht Rollz selektiv vor. Jaeken ergänzt: „Martijn wägt sorgfältig ab, ob ein Patent einen kommerziellen Vorteil bietet. Deshalb entscheiden wir uns meist für Länder mit ausreichend Marktpotenzial. Die Strategie unterscheidet sich je nach Produkt: Einige Produkte eignen sich besonders gut für Asien oder sind dort besonders erfolgreich, deshalb schützen wir sie dort ebenfalls mit Patenten.“
Für Rollz ist V.O. mehr als nur eine Patentanwaltskanzlei. Vor allem die Juristin Annelies de Bosch Kemper unterstützt das Unternehmen auch bei juristischen Dokumenten und Verträgen, beispielsweise mit Vertriebspartnern und anderen Partnern. Schaaper schätzt zudem, dass V.O. sein Netzwerk einsetzt, wenn zusätzliche Expertise benötigt wird.
„Dadurch fühlt sich V.O. wie eine vollständige Organisation und ein strategischer Partner an, der versteht, wohin wir wollen, und mit uns mitwächst“, sagt Schaaper. Jaeken ergänzt: „Inzwischen verstehen wir uns oft schon mit wenigen Worten. Das ist der Vorteil einer langjährigen Beziehung.“
Wachstum mit Vision
Rollz möchte weiter wachsen und gleichzeitig innovativ bleiben. Neue Entwicklungen konzentrieren sich unter anderem auf intelligente und elektrische Mobilitätslösungen, die Gewichtsreduktion des Rollator-/Rollstuhl-Systems sowie digitale Unterstützung für spezifische Zielgruppen und Krankheitsbilder. „Der Rollator der Zukunft ist kein passives Hilfsmittel mehr, sondern ein Gehbegleiter, der motiviert und unterstützt“, so Schaaper.
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