MCi:
​​​​​​​Strategischer Schutz,
weltweites Wachstum

Motion Control International (MCi) entwickelt und produziert Aktuatoren für die Automobilindustrie. Diese elektromechanischen Komponenten werden beispielsweise eingesetzt, um das Spiegelglas von Autospiegeln zu verstellen und den Spiegel einzuklappen. Mit einem Marktanteil von 35 % ist das Unternehmen Marktführer in diesem Segment. Eine ausgeklügelte Patentstrategie bildet die Grundlage für die Aufrechterhaltung der Marktführerschaft.

MCi beliefert vor allem sogenannte Original Equipment Manufacturers (OEM), die ihre Spiegel an zahlreiche Automarken liefern. Das Unternehmen agiert im großen Maßstab: Weltweit wurden inzwischen bereits mehr als zwei Milliarden Aktuatoren produziert. Bei der Produktentwicklung arbeitet MCi regelmäßig direkt mit den Konstruktionsabteilungen führender Automobilhersteller zusammen.

Der Wert des geistigen Eigentums

Die von MCi patentierten Innovationen reichen von kompakten Spiegelaktuatoren – für die das Unternehmen in über sechzig Jahren zahlreiche Konzepte, Funktionen und Eigenschaften entwickelt hat – bis hin zu elektrischen Ladeklappen für Elektrofahrzeuge. Mit über hundert aktiven Patentfamilien und einer Vielzahl von Patenten ist der Schutz des geistigen Eigentums eng mit dem Entwicklungsprozess verflochten. Stefan Brouwer, Senior Research Engineer bei MCi: „Wir bringen nichts auf den Markt, das nicht das Potenzial hat, patentiert zu werden.“ Das geistige Eigentum des Unternehmens erwies sich bei der Übernahme durch das amerikanische Unternehmen Flex im Jahr 2015 als wertvoll. In den fünf Jahren vor der Übernahme hatte sich der Wert von MCi unter anderem dadurch vervierfacht.

Dadurch können wir schneller reagieren und ihr Portfolio                wirklich strategisch nutzen.”

Bernard Ledeboer

Selektiver Einsatz von Patenten

MCi entscheidet sich bewusst für eine selektive, aber effektive Patentstrategie. Während früher in vielen Ländern Anmeldungen eingereicht wurden, liegt der Fokus nun auf Kernmärkten wie Deutschland, den USA und China. Brouwer: „Meistens müssen wir nur in einer begrenzten Anzahl von Ländern Schutz suchen. Viele Produkte, wie beispielsweise Autos, werden nämlich weltweit in derselben Konfiguration – also mit denselben Spiegeln – verkauft. Da diese Produkte immer in Deutschland, den Vereinigten Staaten und China auf den Markt gebracht werden, können wir mit einem Patent in diesen drei Ländern den gesamten Markt abdecken.“ MCi setzt sein Patentportfolio sowohl defensiv als auch offensiv ein. Einerseits, um Produktkopien und unerwünschte Nachahmungen zu verhindern, andererseits, indem es Patentpositionen einnimmt, die mögliche Verbesserungen an Produkten von Wettbewerbern blockieren können. Brouwer: „Wir beobachten kontinuierlich, was auf dem Markt geschieht, und überwachen unsere Patente aktiv. Patente helfen uns, unsere Position zu schützen, aber auch Chancen zu erkennen.“ 

Stefan Brouwer, leitender Forschungsingenieur

Kosteneffiziente Vorgehensweise

Neue Patente meldet MCi standardmäßig zunächst in den Niederlanden an, gefolgt von einer PCT-Anmeldung. Erst danach wird – je nach wirtschaftlicher Notwendigkeit – für jedes Land über eine nationale Weiterführung entschieden. Deutschland ist dabei aufgrund der starken Automobilindustrie eine feste Größe. Brouwer: „Mit unserem Budget konzentrieren wir uns auf jene Länder, in denen wir wirtschaftlich tätig sind und in denen der Schutz die größte Wirkung erzielt“ .

Eine Partnerschaft mit Wirkung

V.O. arbeitet bereits seit 1963 für MCi mit einem Team aus Patentanwälten, Markenanwälten und Rechtsanwälten zusammen. Die Patentanwälte beraten nicht nur bei Patentanmeldungen, sondern auch bei der Priorisierung von Ländern und der rechtlichen Durchsetzung. MCi nutzt selbst fortschrittliche Analysetools und hat intern Spezialisten für die Patentüberwachung ausgebildet. Bernard Ledeboer, seit mehr als 25 Jahren ihr Patentanwalt: „Das ist ein effektiver Ansatz. Dadurch können wir schneller reagieren und ihr Portfolio wirklich strategisch nutzen.“


Die Zusammenarbeit trug auch während eines Verletzungsverfahrens in China gegen einen chinesischen Wettbewerber Früchte. V.O. übernahm die Federführung in diesem Rechtsstreit. Nach jahrelangen Verfahren wurde der Fall gewonnen. Der Fall endete mit einer hohen Entschädigungssumme für MCi und wurde zudem zu einem der zehn erfolgreichsten Patentfälle des letzten Jahrzehnts in Shanghai gekürt. Ledeboer: „Die Auswirkungen eines solchen Falls gehen weit über den finanziellen Aspekt hinaus. Er hat eine abschreckende Wirkung und stärkt den Ruf von MCi bei den OEMs. Als Hersteller zeigt man damit: Mit uns ist nicht zu spaßen.“

Vorausschauendes Handeln zahlt sich aus

Die Automobilbranche verändert sich rasant. Brouwer: „Wir beobachten, dass chinesische Unternehmen technisch stärker werden und schneller iterieren als noch vor zehn Jahren.“ MCi entwickelt mittlerweile Lösungen, die auf die Mobilität der nächsten Generation, aber auch auf neue Anwendungen in anderen Branchen zugeschnitten sind. Ledeboer: „Ein aktiver und flexibler Umgang mit dem Schutz geistigen Eigentums für neue Anwendungen wird sich in Zukunft auszahlen.“

Kamera- und Displaytechnologie

Kamera- und Displaytechnologie bietet heutzutage eine Alternative zum traditionellen Außenspiegel. MCi entwickelte einen der flachsten und leichtesten Aktuatoren zum Einklappen von Kameraflügeln an Lkw.

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